Sportboot-Führerschein – Pflicht oder Verpflichtung?

Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten.
In der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung wurden vom Gesetzgeber Sportboote unter Motor mit einer Antriebsleistung bis 11,03 kW (15 PS) von der Fahrerlaubnispflicht ausgenommen. Doch diese Regelung ist nicht überall gültig. Wie immer gibt es Ausnahmen. So liegt z.B. auf dem Rhein die Grenze bei 3,68 kW (5 PS). Außerdem verlangen viele gewerbliche Bootsverleiher die Vorlage des Führerscheins unabhängig von einer gesetzlichen Verpflichtung. Damit der nächste Ausflug bzw. Urlaub mit dem gemieteten oder eigenen Boot in angenehmer Erinnerung bleibt – Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Ähnlich der StVO gibt es auch auf dem Wasser für alle Teilnehmer geltende Regeln, von der Beschilderung bis zur Vorfahrt. Auch im eigenen Interesse sollte jeder Hobby-Skipper diese Regeln kennen, denn in unklaren Situationen ist keine Zeit für den Blick ins Regelwerk.

Zurück zur Eingangsfrage – bis zur Begrenzung gibt es keine Pflicht, aber eine Verpflichtung besteht nach wie vor.
Der Führerschein ist international anerkannt. Und Wasser gibt es überall.



Wir führen zur Zeit wegen zu geringer Teilnehmerzahlen keine Lehrgänge durch.

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